Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf
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Zum Relief in der Konzertaula

Schon von vornherein war im neuen Schulgebäude ein Kunstobjekt vorgesehen, welches den Charakter der Schule -das Zentrum- darstellen sollte. In den ersten beiden Bauabschnitten von 1969 bis 1971 war die Verwirklichung dessen allerdings aus Kostengründen verschoben worden. Mit den Bauarbeiten am dritten Bauabschnitt (des Naturwissenschaftlichen Traktes und der Aula) stand nun Geld zur Verfügung um ein solches Kunstwerk zu finanzieren.


In einem Brief von Architekt Lindemann an das Bauamt der Stadt Papenburg vom 10.12.1975 macht man sich erstmals Gedanken über die Platzierung des Reliefs. Die Wand vor dem Kamin in der rechten Ecke der Aula schien sinnvoll, da dieser Ort nach Vollendung des geplanten vierten Bauabschnittes (einer Sporthalle mit Sauna und Schwimmbad auf der Rasenfläche an der Heribertstraße) auch optisch das Zentrum darstellen würde. Beigefügt ist eine Zeichnung Lindemanns vom Versammlungsraum. Aus dieser Zeichnung ist auch ersichtlich, weswegen gerade dieser Ort gewählt wurde: Der Zugang zur Orientierungsstufe (bzw. zum Naturwissenschaftlichen Trakt) sollte durch den Medienraum erfolgen, da dieser als geschlossener Raum gar nicht vorgesehen war. Der heutige Zugang war eigentlich als Klassenraum geplant. Die Schüler wären so also jeden Tag am Relief vorbeigegangen, da der hintere Teil der Trennwand von Aula zum Treppenhaus normalerweise geöffnet sein sollte. In der Zeichnung Lindemanns war die Kreisform des Reliefs bereits angedeutet.



Der Entwurf für die Schmuckwand

Aus einem Brief vom Januar 1976 geht hervor, dass die Wahl des „Atelier[s] für Künstlerische Baukeramik Ursula Motz- Schönhaber“ auf Empfehlung Lindemanns geschah. Jene lieferte der Schule bzw. dem Bauamt der Stadt im März dann drei Entwürfe: der erste –„Wachsendes-Werdendes-Blühendes“- sollte 16.500,00 DM kosten, der zweite –„Zentrum-Mittelpunkt“- („stark plastisch mit aufspringenden Spalten, matte und glänzende Glasuren, hoch gebrannt“) 17.000,00 DM. Eine dritte, bereits bestehende Keramik, welche allerdings nur 2,70 m x 2,45 m groß war, sollte sich samt Einbau auf 13.000,00 DM belaufen.



Man entschied sich für den zweiten Entwurf; für die Ausführung war jedoch die Zustimmung des Regierungspräsidenten in Osnabrück nötig. In einem Brief der Stadt Papenburg an den Oberbaurat Mehlis wurde dann auch der Direktor des Emslandmuseums Clemenswerth, Eckhard Wagner, zitiert, der den Arbeiten von Frau Motz-Schönhaber einen „hohen künstlerischen Wert“ beimaß. Im Juni kam aus Osnabrück dann die Zustimmung, sodass die Keramik angefertigt und Ende August 1976 von Fischbach bei Frankfurt nach Aschendorf transportiert und angebracht wurde. Pünktlich zur Einweihung der neuen Aula am 5. September 1976 war das Kunstwerk also fertig geworden.

 

Vielen mag die Schmuckwand nicht ganz präsent sein, da sie die Aula entweder zu oft oder zu selten betreten. Eine interessierte Betrachtung lohnt sich aber auf jeden Fall, besonders der Vergleich zwischen Entwurf und Original.



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